Mehr Volkskultur – weniger steuergeldfinanzierte (linke) Polit-Kunst

FPÖ-Graz legt neues Kulturkonzept vor und fordert unter anderem die Umverteilung der Mittel für mehr Gerechtigkeit im Kulturbereich

 

Seit Jahren ist in der Kulturstadt Graz die Förderpraxis für die Kultur einzementiert. Ein Umstand, der nicht nur manche Sparten, wie die Heimat- und Volkskultur benachteiligt, sondern in den vergangenen Jahren auch zu immer mehr linkspolitischer Agitation durch manche hochsubventionierten Kultureinrichtungen geführt hat.

Selbstverständlich soll Kultur auch politisch sein. Klare Polit-Propaganda auf Kosten der Steuerzahler müssen jedoch der Vergangenheit angehören. In diesem Zusammenhang sei noch einmal an einige Verfehlungen diverser Kulturorganisationen erinnert: Demo-Aufrufe gegen die ehemalige türkis-blaue Bundesregierung, Pro-Moria-Migranten-Aktionismus, illegale Cannabis-Plantage im Schlossbergstollen usw.

Die Bestimmungen der Stadt Graz setzen zur Gewährung von Fördergeldern ein allgemeines öffentliches Interesse voraus – das wurde zuletzt nicht immer erfüllt.

Das gesamte Kulturbudget betrug 2019 in Graz rund 50 Millionen Euro (siehe Kulturbericht). Mit knapp 19 Millionen Euro ist dabei der Gesellschafterzuschuss für die Theaterholding der größte Brocken. Insgesamt zeigt sich aber auch, dass über verschiedene Kategorien hinweg ca. 14 Millionen Euro in zeitgenössische Kunst- und Kultur fließen. Sogar für den „Internationalen Kulturaustausch“ repräsentiert durch Vereine wie Afro-Asiatisches Institut, Chiala Afrika, Omega, Verein Ikemba, Kulturvermittlung Steiermark bleibt mit 455.100 Euro mehr als das Zehnfache an Mitteln, als für die Sparte „Heimat- und Brauchtumspflege“, die mit 37.400 Euro äußerst stiefmütterlich behandelt wird.

Um neue, zeitgemäße Ansätze in die mittlerweile verkrustete städtische Kulturförderpolitik zu bringen, hat FP-Klubobmann Armin Sippel nun ein Konzept „Kulturförderung NEU“ mit folgenden Forderungen vorgelegt:

  • Grundsätzliche Überprüfung des Kulturförderwesens durch den Stadtrechnungshof
  • Mehr Transparenz bei den Eigentümerverhältnissen geförderter Kultureinrichtungen
  • Ein Ende der mehrjährigen Förderverträge für mehr Dynamik im Kulturbetrieb – bedeutet auch eine Gleichstellung mit der Förderpraxis wie beispielsweise im Sportbereich
  • Neues Kulturleitbild
  • Mehr parteipolitische Unabhängigkeit
  • Publikumsvorlieben stärker berücksichtigen
  • Unterstützungspaket für die von Corona besonders betroffenen freischaffenden Künstler und Kulturschaffende
  • Erhöhung der Förderungen für Heimat- und Brauchtumspflege von 0,1 Prozent auf mindestens 1 Million Euro jährlich

„Ein Entgegenkommen bei diesen Forderungen wird für die FPÖ-Graz jedenfalls Koalitionsbedingung sein. Nicht zuletzt hat der Landesrechnungshofbericht zum Kunsthaus Graz gezeigt, dass es in Sachen Kulturförderungen einiges zu verbessern gibt. Vor allem die Aspekte Breitenwirksamkeit, Treffsicherheit, Transparenz und Unabhängigkeit müssen verstärkt in den Vordergrund treten. Schließlich handelt es sich hier um Steuergelder, mit denen sorgsam umgegangen werden muss“, so Sippel abschließend.

 

Rückfragehinweis:

FPÖ Gemeinderatsklub

Tel.: 0316/872-2140