Gesundheit

Im Gesundheitswesen folgt die FPÖ einer klaren Maxime: Jedem Österreicher muss – unabhängig von Alter, Geschlecht, sozialem Status, Vermögen und Wohnort – die bestmögliche medizinische Versorgung und Pflege zur Verfügung stehen. Aufgrund zahlreicher Fehlentwicklungen ist unser staatliches Gesundheitswesen jedoch massiv gefährdet und eine „Zweiklassenmedizin“ greift um sich.

Zudem steigen die Kosten für ein Altern in Würde und für Gesundheit ins Unermessliche und sind für viele Menschen nicht mehr finanzierbar. Die österreichische Gesundheitspolitik muss sich diesen großen Herausforderungen entschlossen stellen.

Evaluierung der Krankenversorgung für Flüchtlinge

Derzeit haben Asylberechtigte als Bezieher der bedarfsorientierten Mindestsicherung ebenso wie Asylwerber und andere hilfsbedürftige Fremde in Österreich Anspruch auf eine uneingeschränkte Krankenversorgung. Angesichts der enormen finanziellen Belastungen, die Österreich seit dem Höhepunkt der Asylkrise im Sommer 2015 entstanden sind, muss eine Evaluierung des medizinischen Leistungskatalogs für Flüchtlinge stattfinden. Mittelfristig wäre die Einführung einer eigenen Sozialversicherung für ebendiese anzudenken.

Bekämpfung des Ärztemangels

Der stetig größer werdende Mangel an (Fach)Ärzten ist auch in Graz bemerkbar. Prinzipiell würde Österreich genügend Mediziner an den Universitäten ausbilden. Allerdings sind immer weniger von ihnen bereit, in unserer Heimat ihre Berufslaufbahn zu beginnen. Ein Stipendienmodell für jene Studenten, die sich bereit erklären, nach ihrem Studienabschluss als Arzt in der Steiermark zu arbeiten, könnte dem abhelfen.

Konsiliardienste für Pflegeheime ausbauen

Das Projekt „GEKO“ wurde von den Geriatrischen Gesundheitszentren der Stadt Graz entwickelt und zielt auf eine effizientere medizinische Versorgung von Pflegeheimbewohnern ab. Durch ein besser abgestimmtes Zusammenwirken von Hausärzten, Krankenhäusern und Pflegeheimen sollen Spitalseinweisungen reduziert und die Akutspitäler folglich entlastet werden. Die FPÖ regt an, diese effiziente und sinnvolle Art des mobilen Konsiliardienstes auszubauen.

Die FPÖ steht daher für:

  • Sicherstellung eines Mindestmaßes an Transparenz bei der Umstrukturierung des steirischen Gesundheitswesens und der Krankenhauslandschaft
  • Maßnahmen zur Bekämpfung des Ärztemangels
  • Evaluierung der Krankenversorgung für Flüchtlinge
  • Schaffung von maßgeschneiderten Sicherheitskonzepten für die steirischen Krankenhäuser
  • Bekämpfung von Drogen- und Spielsucht durch Aufklärungs- und Präventionskampagnen an steirischen Schulen
  • Nein zur Legalisierung von Cannabis und von anderen „weichen“ Drogen